Verfasst von: berlinfami | Oktober 20, 2012

Bibliothekartag Hamburg – Tag 4

Zu Beginn des letzten Tages schaute ich mir zunächst die Posterpräsentation an. Dabei entdeckte ich einige Poster von Kollegen, u.a. zu QR-Codes oder zu Ergebnissen der Benutzerbefragung in der Philologischen Bibliothek. Danach traf ich mich mit meinen Vorstandskollegen am BIB-Stand. Wir hatten uns verabredet, um zusammen an der Führung durch die Bücherhallen Hamburg (am Hühnerposten) teilzunehmen. Wir bekamen zunächst eine Führung durch den Kinder- und Jugendbereich. Auffällig war, wieviel unterschiedliche fremdsprachliche Kinderbücher vorhanden waren. Danach folgte eine zweite Führung durch das restliche Haus. Im Anschluß verabschiedeten wir uns bei einem Lunch und ließen die Tage Revue passieren. Für mich war der Bibliothekartag damit noch nicht ganz zu Ende. Ich hatte mich für einen E-Reader-Workshop der HAW Hamburg angemeldet. Im BuB-Heft wurde dafür geworben und auch die kleine Aufwandsentschädigung in Höhe von fünf Euro ließ mich nicht davor zurückschrecken. Was ich allerdings viel zu spät mitbekommen hatte, war die Tatsache, dass der Workshop gar nicht im Kongresszentrum sondern auf dem Campus der HAW in Wartenau stattfand. Leider schloss der Kongressschalter schon nachmittags. Somit lief ich bei gefühlten 30 Grad (nein es war sogar wirklich so warm im Mai) mit Trolley und Rucksack zur U-Bahn. Wie konnte es anders sein, musste ich dann von der U-Bahn Station noch ca. 15 Minuten laufen. Zum Glück habe ich an der Haltestelle gleich zwei weitere, ebenso suchende Teilnehmerinnen gefunden. So setzten wir den Fußmarsch zu dritt fort und waren dankbar für die Snacks und Getränke, die die HAW für den Workshop organisiert hatte. Die Präsentation lag ganz in der Hand der Studenten. Zunächst stellt diese die zwei Display-Arten vor. Es gibt E-Reader mit LCD-Display und welche mit e-Ink. Bei ersterem kommt das Licht von unten. Die Ansicht ist etwas pixeliger und die Akkulaufzeit etwas geringer. Letztere funktioniert über ein bestimmtes Verfahren, wo sich geladene Teilchen in eine bestimmte Richtung ausrichten (s. wikipedia-Beitrag „Elektronisches Papier“ ). Der Vorteil ist, dass die Anzeige auch bei Sonne funktioniert und keinen Strom verbraucht. Die E-Reader können über WLAN oder UMTS mit dem Internet  verbunden werden. Nach diesem Basisinfos, konnten wir sogleich verschiedene E-reader ausprobieren. Enttäuscht hat mich zunächst gleich ein Modell von sony, welches langsam blätterte und bei dem man keine Wörter markieren konnte. Außerdem kam auch gleich eine von den Studenten noch nie gesehene Fehlermeldung. Insgesamt konnte mich kein E-reader zu hundert Prozent überzeugen. Danach ging man auf das i-pad 2 ein, welches ab März 2011 im Handel erhältlich war. Dafür konnte ich mich schon eher begeistern, weil man damit nicht nur Bücher lesen, sondern auch Fahrpläne abfragen, youtube-Videos anschauen, E-mails lesen und vieles mehr machen kann. Allerdings hat dieses z.Z. noch einen hohen Preis, der bei mir persönlich nicht im Verhältnis von Häufigkeit und Intensität der Nutzung stehen würde. Die Studenten gingen dann noch auf die Datenformate ein. Standard ist PDF und EPUB. Leider gibt es für den Kindle wieder ein eigenes Format (AZW), was ich ziemlich unpraktisch finde. Alles in allem konnte ich durch den workshop einen guten Überblick gewinnen. Bis ich mir einen eigenen E-Reader zulege wird aber noch einige Zeit vergehen. So ging ein umfangreicher Fortbildungstag zuende. Zum Glück lag der Bibliothekartag vor dem Pfingstwochenende, sodass ich noch ein paar Tage länger in der schönen Stadt an der Elbe verweilen konnte. Ich lief in den folgenden Tagen durch „övelgönne“, fuhr mit der Fähre von Westen bis zu den Landungsbrücken, stieg auf den Michel und bestaunte dort das alte (nicht mehr verwendete) Uhrwerk und ließ mir die restlichen Frühlingssonnenstrahlen in einem Café ins Gesicht scheinen.

Advertisements

Responses

  1. Du könntest deinen Blog auch Bibliothekartagsblog nennen, denn bald darfst du schon wieder über den Leipziger Bibliothekskongress schreiben.^^

  2. Nein, es soll natürlich nicht nur um die Kongresse sondern auch um andere im weitesten Sinne bibliotheksrelevante Themen gehen. Erstmal wäre der Bericht über die Studienreise nach Südtirol dran, aber mir mangelt es leider momentan wirklich an Zeit weiterzuschreiben. Falls du schonmal neugierig bist, kannst du auch den Reisebericht bei BI International lesen:

    http://www.bi-international.de/download/file/Reisebericht_Suedtirol%202012_BIB_Berlin%281%29.pdf

    bis bald in Leipzig (muss mich noch anmelden und mal nach Bibliotheksbesichtigungen im Rahmenprogramm schauen)


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: